Archiv der Kategorie: Sehenswürdigkeiten

Frühlingsgefühle in alten Gemäuern

Frühlingstouren zu Thüringer Burgen

Momentan meint es das Wetter recht gut mit uns in Thüringen. Der Frühling hat seinen Fuß in die Tür gestellt und diese wird hoffentlich im Verlauf des April nicht noch einmal durch Reste des Winters zugestoßen.

Die Farben und Düfte des Frühlings sind überall im Freistaat zu sehen und zu spüren. Wer sowohl ein Freund der Natur als auch von Burgen in Thüringen ist, der sollte die ersten Sonnenstrahlen und Frühlingswärme durchaus auch zu einer Tour entlang der vielen alten Gemäuer und Gebäude vergangener Jahrhunderte nutzen.

Vielleicht sind die Ideen und Fotos der in den nächsten Tagen erscheinenden Artikel Anregung genug, um sich Rad, Auto und Wanderschuhe zu schnappen und an den nächsten Wochenenden die eine oder andere Tour zu den Zeugen der mittelalterlichen Vergangenheit zu planen.

Ein paar Empfehlungen für Bücher und Wanderkarten von Thüringen kann man in der Bücherecke dieses Blogs finden.

Frühlingswanderung zur Ruine Brandenburg

Und hier kommt die erste Empfehlung für eine kleine Wanderung in der Frühlingssonne.

Die Burgruine Brandenburg liegt im westlichen Teil von Thüringen. Sie ist von der Autobahn A4 sehr schön zu sehen.

Parkmöglichkeiten und Ausgangspunkt für die relativ kurze Wanderung hinauf zur Burg ist ein Rast- und Besucherparkplatz am Fuße des Berges.

Von der Anhöhe der Ruine hat man einen wunderbaren Blick über das Werratal. Schon allein deswegen lohnt sich schon der kleine und auch recht unbeschwerliche Aufstieg.

Jetzt im Frühling kann man entlang des Wanderweges neben zahlreichen Frühblühern auch den schönen Anblick erster blühender Bäume erfreuen, die an den Hängen des Hügels stehen. Das Grün der Wiesen, das Blau des Himmels und das strahlende Weiß der Wolken und Baumblüten lassen nicht nur das Herz der Landschaftsfotografen höher schlagen.

Sie können als Leser des Blogs auch gern ihre Fotos oder Anregungen veröffentlichen, da ich mich auch immer über Gastbeiträge freue.

 

 

 

Der Schneekopf in Thüringen

schneekopf-in-thueringenDer Schneekopf ist mit 978 m zwar „nur“ der zweithöchste Berg Thüringens, aber dennoch der markanteste Berg des Thüringer Waldes. Er ist vulkanischen Ursprunges und gestattet eine faszinierende Aussicht. u

Es ist daher kein Wunder, dass der Schneekopf als einer der schönsten Aussichtspunkte Thüringens einen entsprechenden Besucherandrang genießt.

Am 22. Juni 2008 weihte Thüringens damaliger Ministerpräsident Dieter Althaus den neu erbauten Aussichtsturm auf dem Schneekopf ein. Die verglaste Aussichtsplattform liegt auf 1001 m, womit Thüringen quasi über Nacht einen 1000er bekam und der Aussichtspunkt zur höchsten Erhebung des Freistaates wurde.

Man muss nur 126 Stufen hinauf steigen um von dem Aussichtsturm auf dem Schneekopf die Aussicht auf den Thüringer Wald aus 23,83 m Höhe, also aus 1001,11 m ü. NHN genießen zu können.

Seit 2010 kann man in der neuen Gehlberger Hütte auch wieder direkt am Berggipfel einkehren und  übernachten.

Der Schneekopf ist in jeder Jahreszeit ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Aussichtsturm auf dem Schneekopf
Schneekopf 1
98559 Gehlberg
Telefon +49 36845 50 414

 


schneekopf-in-thueringen

© wiw – Fotolia.com

Oberweissbacher Bergbahn feiert Geburtstag

90 Jahre Oberweißbacher Bergbahn

oberweissbacher-bergbahn-thueringenMan sieht es ihr nicht an. Auch nicht auf den zweiten Blick. Sie ist eben einfach top in Schuss. Der Lack glänzt im besten Rot und man hört kaum ein Quietschen oder Rattern. Und dabei geht sie doch nun straff auf die 100 Jahre zu.

Die Bergbahn in Oberweißbach im Thüringer Wald ist 90 Jahre alt geworden. Wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist.

Und wie gefeiert wird. Vom 9. Mai 2013 bis zum 12. Mai wird es zum großen Bergbahnfest in Oberweißbach hoch her gehen. Es wird quasi vom Vatertag bis zum Muttertag durchgefeiert.

Oberweißbach und seine Bergbahn


Obstfelderschmiede ist ein fast winziger Ort im südlichen Teil von Thüringen. Der Ort liegt etwa auf halber Strecke zwischen Rottenbach und Katzhütte. Genau zwischen diesen beiden Orten verkehrt die Schwarzatalbahn. Der Haltepunkt in Obstfelderschmiede ist auch gleichzeitig die Talstation der Oberweißbacher Bergbahn. Von hier aus kann man seit nunmehr 90 Jahren mit dieser Bergbahn hinauf zur Bergstation Lichtenhain auf die Hochebene von Oberweißbach fahren.

Darunter darf man sich natürlich keine rauschende Geschwindigkeitsbahn vorstellen. Es geht ganz gemächlich bergauf und bergab. Die Geschwindigkeit liegt knapp unter 6 Km/h.

Blumen pflücken während der Fahrt dürfte trotzdem verboten sein.

oberweissbacher-bahn-im-talbahnhof

Die 90-jährige Geschichte der Oberweißbacher Bergbahn

Am 15. März des Jahres 1923 wurde die Bergbahn in Oberweißbach feierlich für den Personenverkehr eröffnet. Bereits ein Jahr vorher wurde die Bahn für den Gütertransport freigegeben. Der Bau dauerte etwa 3 Jahre und begann im Jahr 1920.

Für die damalige Zeit war diese Bahn eine technische Meisterleistung. Dementsprechend hohes Lob wurde seinerseits auch den Erbauern und Ingenieuren gezollt. Heute nach 90 Jahren Betriebszeit kann man diese Leistung noch mehr würdigen.

Seit 1980 ist die Oberweißbacher Bergbahn unter Denkmalsschutz gestellt.


 

Technik und ein paar Daten

Die Bergbahn muss eine Steigung von bis zu 25 % bewältigen. Dabei wird ein Höhenunterschied von 340 Metern überwunden. Wer die Strecke per Fuss hinauf nach Oberweißbach läuft, der weiß, was diese 25 % bedeuten.

Die Gsamtstrecke beträgt etwa 1, 4 Kilometer.

Technisch gesehen ist die Oberweißbacher Bergbahn eine eingleisige Standseilbahn mit 2 Fahrzeugen. Zwei Abt’sche Weichen diesen als Ausweiche und  zusätzliche Weiche.

Die Fahrzeit zur Überwindung der 340 Meter Höhenunterschied zwischen Talstation und Bergstation beträgt ca. 18 Minuten und ist besonders bei schönem Wetter ein wahrer Genuss.


 

oberweissbacher-bergbahn-thueringen